Ab dem 1. Mai 2012 werden die Prüfungen SBF-See und SBF-Binnen nach einem modularen System abgewickelt und die Theorieprüfungen im Multiple-Choice-Verfahren durchgeführt.
Theoretische Prüfung SBF-See bzw. SBF-Binnen:
Die Führerscheine SBF-See und SBF-Binnen haben ab 01.05.2012 eine gemeinsame Basis. Beide Fragenkataloge enthalten jeweils dieselben 72 Basisfragen, die nur einmal geprüft werden. Wer also die Prüfung zum SBF-See oder SBF-Binnen ablegen möchte und den jeweils anderen Führerschein bereits hat, braucht die Basisfragen nur einmal zu beantworten.
Beide Fragenkataloge umfassen inklusive der Basisfragen jeweils 300 Fragen. In der jeweiligen Prüfung sind 7 Basisfragen und 30 spezifische Fragen je Führerschein zu beantworten. Beim SBF-Binnen sind weiterhin getrennte Prüfungen für die Teile Segeln und/oder Motor möglich.
Die Antworten müssen nicht mehr frei formuliert werden, sondern es gibt pro Frage vier Antwortvorgaben, von denen eine richtig ist. Allerdings hat der Prüfer jetzt keinen Spielraum mehr, es gilt nur richtig oder falsch.
Die Navigationsaufgaben beim SBF-See basieren auf der neuen Übungskarte D49 Stand 2011. Sie werden nicht im Multiple-Choice-Verfahren geprüft. Sieben von neun Fragen müssen jeweils richtig beantwortet werden, bzw. die Lösungen aus einer Kartenaufgabe hergeleitet werden.
Praktische Prüfung SBF-See (erweitert):
Es müssen die theoretischen Kenntnisse auf einem Boot unter Antriebsmaschine umgesetzt werden. Prüfungsinhalte ab 01.05.2012: Verschiedene Manöver (u.a. Anlegen und Ablegen, Rettungsmanöver, etc.), Fahren nach Navigationsanweisung, Durchführung von Peilungen, Fragen zu Schallsignalen, Umgang mit Rettungsmitteln und Knoten.
Praktische Prüfung SBF-Binnen (wie bisher):
Es müssen die theoretischen Kenntnisse auf einem Segelboot bzw. auf einem Motorboot umgesetzt und angewendet werden. Es sind verschiedene Manöver (u.a. das Rettungsmanöver) und Knoten vorzuführen.

| Friedemann Jaeger |
| Ausbilder SBF |
| Tel.: 089-9039619 |
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